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Rollenspiele

Eines der Hobbies, die mich seit meiner frühen Jugend beschäftigen sind Rollenspiele. Einerseits habe ich genau diesen Spielen viel zu verdanken - meine Motivation mir ein sehr gutes Englisch anzueignen und sicherlich auch verbale Fähigkeiten, die mir im Alltagsleben ganz nützlich sind. Nachdem Google durchwegs weit verbreitet ist, werde ich den fast schon obligatorischen Absatz "Was sind Rollenspiele" überspringen und lieber auf mein Hobby im Detail eingehen.

Begonnen hat es bei mir mit Advanced Dungeons & Dragons, damals in der zweiten Version und es war anfänglich die Faszination ohne viele Möglichkeiten zu spielen. Eigentlich an der Erfolgsquote und Begeisterung für das Spiel ansich gemessen müsste ich heute lieber ein Wirtschaftsblatt in die Hand nehmen als mich mit Rollenspielen zu beschäftigen. Als die Jahre an der HTL anfingen ging es für mich richtig los, auch wenn ich mich aufgrund der Präferenzen meiner Mtspieler damals mehr mit dem schwarzen Auge beschäftigen musste, war es trotzdem ein Hobby, das viele Stunden meiner Ausbildungs- und Weiterbildungszeit in Anspruch nehmen würde - und natürlich meine (nahezu) komplette Freizeit.

Aus dem Hobby DSA und D&D wurde schnell etwas, dass sich mit einer Rollenspiel-sammel-und-spiele-sucht beschreiben lässt. Meine Ersparnisse wurden in diese Bücher gesteckt und schnell wurde das Portfolio auf Science Fiction (Shadowrun, Rifts, Cyberpunk ua.) und andere Fantasy Rollenspiele erweitert (Gurps, Toon, Power Plüsch und Plunder, MERS ua.). Nachträglich gesehen habe ich wohl die eine oder andere Prüfung so in den Sand gesetzt, aber ich denke ich bereue es trotzdem nicht wirklich.

Eine etwas "andere" Zeit für mich war der erste World of Darkness Hype (Mage the Ascension, Werewolf the Apocalypse, Vampire the Masquerade, Wraith the Oblivion, Changling the... usw.) - diese sogenannten Storytelling Systeme wurden damals von uns gnadenlos zum Powergaming ausgenutzt - optimiert wurde was zu optimieren war und getötet was ... - naja, zumindest ist mir genau durch diese Zeit heute noch viel stärker bewusst geworden, was die unterschiedlichen Motivationen und Freuden am Spiel sein können. Dadurch wiederum, dass eigentlich ein positives Gruppenerlebnis wesentlich erfüllender ist (für mich), als ein nicht-kooperatives Gegeneinander, welches in einem Rules-Lawyers win the night enden kann.

Selbst spiele ich aktiv mit einigen Freunden, primär alternierend Dungeons & Dragons und Shadowrun. Mitte 2008 hat mich zumindest wieder meine Neugierde wiedergefunden und ich habe auch begonnen mich mit dem aktuellen DSA Regelwerk auseinanderzusetzen - natürlich (gewohnt ungeplant) zeitgleich mit dem neu erschienenen D&D 4. Edition und der Weiterentwicklung des D&D 3.5 - Pathfinder von Paizo.